Living | A new Home Story

Elena lernte ich vor 1 1/2 Jahren durch den Job kennen. Sie arbeitete damals im PR-Bereich einer Luxusmarke und wir flogen für ein Event gemeinsam nach Paris. Es gibt Menschen, die in der leider oft sehr oberflächlichen Modewelt eine Rarität darstellen. Elena ist einer davon. Sie ist alles, was die Modebranche so oft manchmal nicht ist. Offen, herzlich, unprätentiös, höflich, fröhlich und bescheiden. Mittlerweile in Mutterschutz, haben wir gerade zwar weniger über die Arbeit etwas miteinander zu tun, dafür aber privat umso mehr. Dafür liebe ich den Job manchmal sehr. Menschen treten in dein Leben und bleiben irgendwie. Das macht diese erste Homestory daher zu etwas ganz Persönlichem. Der perfekte Auftakt also für eine neue Reihe. 

Luft und Licht – das sind wohl die ersten Worte, die einem beim Betreten der Altbauwohnung in den Sinn kommen. Fünf Bäder zählt die großzügige Wohnung, was zunächst beeindruckend klingt, dieser Wohnung aber trotzdem keinerlei Protz verleiht. Im Gegenteil. Elenas reduzierter Wohnstil bietet wahnsinnig viel Raum, um die Wohnung vollkommen mit Helligkeit zu erfüllen. Das liegt aber auch nicht zuletzt an der offenen Gestaltung, die nicht nur großzügig wirkt, sondern auch zu dem einen oder anderen Kochabend mit Freunden einlädt: „Wir waren früher ganz kleine Küchen gewohnt und haben immer von einer riesengroßen geträumt, in der sich das Leben abspielen kann. Dieser Traum hat sich hier erfüllt.“ Dass da ein großer Esstisch nicht fehlen darf, war für sie also von Anfang an klar. Doch leichter gesagt als getan. Alleine die Platte des Tisches wog 380 Kilogramm, weswegen diverse Umzugsunternehmen den Auftrag absagten. Am Ende schaffte es die Tischplatte mit Hilfe eines Krans dann doch in die vier Wände der kleinen Familie und wurde (sicher auch wegen der Story dahinter) zum absoluten Lieblingsstück.

Aber auch Elenas Leidenschaft hat einen kleinen Wohlfühlort in der Wohnung geschaffen: „Mein Klavier begleitet mich nun schon seit vielen Jahren und ich liebe seinen Klang. Wenn ich anfange zu spielen, vergesse ich die Zeit. Da passiert es schon mal, dass ich bis tief in die Nacht daran sitze.“

Der Einrichtungsstil der Wohnung zeigt, dass schöne Möbel nicht immer teuer sein müssen. Viele Stücke haben Elena und ihr Mann auf Vintage-Flohmärkten ergattert und sie mit einigen Klassikern kombiniert. Der Stingray-Schaukelstuhl und die Eames-Stühle waren Investitionen, über die sich beide bis heute freuen. Und auch die Katzen haben damit einen unkaputtbaren Platz für sich entdeckt. Ein bisschen DIY ist in der Wohnung ebenfalls wiederzufinden, womit wir Elena gleich auch einen kleinen Interior-Tipp entlocken konnten: „Schleifpapier, ein Pinsel und ein Eimer Farbe können wahnsinnig viel verändern. Wir haben einigen Möbeln in unserer Wohnung einen neuen Anstrich verpasst und plötzlich bekommt ein alter Naturholz-Tisch ein modernes Gesicht.“Und obwohl noch Kleinigkeiten in der Wohnung fehlen und minimale Veränderungen vorgenommen werden müssen, geht es für Elena in einem Zuhause vor allem um eins: sich wohlzufühlen. Und genau das kann die Familie hier. Dass viele Stücke einen persönlichen Wert haben, macht die Einrichtung dabei nur noch individueller und einzigartiger. Ein Großteil der Bilder, die in der Wohnung hängen, hat Elenas Mann mit unterschiedlichen Techniken selbst gemacht. Daher soll im Flur bald eine Art Galerie entstehen, die derzeit noch ein kleiner Wohntraum ist.

Auch wenn Elenas Wohnung super durchgestylt aussieht, ist sie genau das nicht. Hier wirkt alles so wundervoll selbstverständlich. Jedes Stück hat seinen perfekten Platz gefunden und harmoniert mit dem Rest. Und so haben auch wir uns während unseres Besuches einfach nur wohlgefühlt. Danke für diesen schönen Einblick und das kleine Privatkonzert, Elena!

Die Couch – ein alter Klassiker – möchte Elena gern als erstes in der Wohnung verändern und neu beziehen lassen.

 

Der wunderschön helle Essbereich.

Die großzügige Kochinsel ist das absolute Highlight der minimalistischen Küche.

Das Gästezimmer.

Emilias Reich mit selbstgemalten Tierbildern der Schwiegermama.

Interview & Text: Sina Podszka

Vorspann: Juliane Diesner

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