MBFWB: Best of Berlin Fashion Week // Shows to Love & Trendausblick

Favoriten aus Berlin: Malaikaraiss, Lala Berlin, Laurèl

Ich habe mich dieses Mal schon im Vorfeld gefragt, wie viel von der Modewoche soll anschließend eigentlich auf dem Blog landen? Dank Instagram, Twitter & Co. konsumiert man ohnehin schon eine große Menge Fashion Week – wie wichtig ist da noch eine anschließende ausführliche Kollektionsreview? Ich will es diesmal anders angehen und nur meine absoluten Favoriten thematisieren. Ich muss gestehen, ich selbst lese keine der unzähligen Reviews, außer die von Tillmann Prüfer und auch das ist mehr eine Zusammenfassung, ein Résumé und wahrscheinlich das Beste, was man online zu dem Thema finden kann. Journelles hat es mit den Videos schön gemacht, ansonsten ist das Einzige was mich interessiert, die subjektiven Eindrücke von einer Person, deren Blog ich gerne lese und nicht, ob die Stoffe nun fließend oder die Silhouette feminin war.

Ich habe von Anfang an meine Liste an Shows klein gehalten, bin nur zu den Veranstaltungen gegangen, die mich auch wirklich von Herzen interessierten und nenne es mal frech, die Crème de la Crème der Berliner Modewoche, denn Lichtblicke, die gibt es allemal und das nicht zu knapp.

Was ist mir aus drei Tagen Fashion Week im Kopf geblieben und was mein anschließendes Fazit von der Modewoche? Hier erfahrt ihr alles!

Die drei besten Shows: (Siehe oben) Malaikaraiss, Lala Berlin und Laurèl. Malaika besticht mit ihrer Farbauswahl und dem wohl schönsten Schmuck auf dem Runway, eine Capsule Schmuckkollektion in Zusammenarbeit mit Sabrina Dehoff. Bei Lala gab’s meine Lieblinskombi aus Leder, Spitze und Wolle zu sehen und bei Laurèl das wohl schönste All-white Outfit.

Die beste Offside Show: Perret Schaad. Hier stimmte alles – die Schnitte, die Farben und das unaufgeregte Make-up. Perret Schaad Show - Mercedes-Benz Fashion Week Autumn/Winter 2014/15Trends to watch: Blau in allen Farbabstufungen – hier bei Perret Schaad, Laurèl und Schumacher.FW14 LAUREL 01/16/2014Fashion_Week_Review_4Grün kristallisiert sich als DIE Farbe für den kommenden Winter heraus und ich überlegte schon während der Show von Malaikaraiss und anschließend auch bei Schumacher, ob nun der Zeitpunkt gekommen ist, dass ich Grün tatsächlich eine Chance geben sollte und mich endlich mal an ein grünes Kleidungsstück heranwagen sollte. We’ll see..Fashion_Week_Review_5Fashion_Week_Review_6Pullover als Schal: Aber nicht der klassische Feinstrick von Ralph Lauren, sondern grober Zopfstrick, den man locker auf der linken Seite trägt – hier bei Lala Berlin.Fashion_Week_Review_7Feminines mit der richtigen Prise Maskulinität: Weiches braucht immer etwas Kontrastreiches um besonders zur Geltung zur kommen – haben Perret Schaad besonders gut hinbekommen.Perret Schaad Show - Mercedes-Benz Fashion Week Autumn/Winter 2014/15 Transparenz bei Lena Hoschek, Marcel Ostertag und Kaviar Gauche:Fashion_Week_Review_9 Oldie but Goldie: Black & White bei Perret Schaad, Marcel Ostertag und Schumacher: Fashion_Week_Review_10 Fashion_Week_Review_11 No-Go: Ich möchte jetzt nicht spießig klingen, aber die Musik bei Schumacher war einfach viiiel zu laut und nahm damit der Kleidung jeglichen Raum um zu wirken. Man konnte sich schlicht & einfach nicht auf die (wirklich schönen) Entwürfe konzentrieren, da man die ganze Zeit damit beschäftigt war, sich zu fragen, ab wie viel Dezibel man ernsthaft einen Hörschaden davon trägt. Ein Journalist von der Zeit nannte es treffend ‚Flugzeuglautstärke‘ und hatte damit (leider) nicht ganz unrecht.Fashion_Week_Review_12 Positiv überrascht: Dienstag um zehn die Eröffnungsshow von Hien Le. Nachdem man nach einer Autopanne erst um kurz vor Mitternacht in Berlin ankommt und dann noch bis 2h Emails beantwortet, kommt es, wie es kommen muss, man verschläft. Und wenn man um fünf nach zehn im Zelt endlich eintrifft und die Show schon pünktlich angefangen hat, wird man nicht mit einem Schulterzucken abgewiesen, sondern bekommt irgendeine Platzkarte in die Hand gedrückt, damit man aus der letzten Reihe die Show trotzdem noch mitverfolgen kann. So viel Nettigkeit gleich zu Beginn der Fashion Week war überraschend. Und schön. Fashion_Week_Review_13 Oh-Ja Person: Die Katze oder besser gesagt Cat -Woman ‚Tushette‘. Übrigens eine clevere Marketing-Aktion (wie der Name schon sagt) vom Tush Magazin.Fashion_Week_Review_14 Oh-No Person: Habe ich bildlich nicht festgehalten, aber: Senna von wie-auch-immer-die-Casting-Band-hieß in der Front Row bei Barre Noire?! C’mon so etwas muss doch nicht sein und schon gar nicht bei einem so tollen Label. Den Pullover mit Fuchskopf würde jedenfalls sofort vom Fleck weg kaufen – heiraten natürlich auch!Fashion_Week_Review_15 Schönster Moment: Kann ich gar nicht genau sagen, gab in der Tat einige. Einer ist auf jeden Fall, die herzallerliebsten Menschen zu treffen, auf die man sich schon seit Wochen freut.Fashion_Week_Review_17 Schönster Runway: Ganz klar der mit Laubblättern ausgelegte bei Dawid Tomaszweski.Fashion_Week_Review_18 Shopping: Hübsche Schätze von & Other Stories. Habe mich hier schon mal an Grün rangewagt und trage den Schal zurzeit wirklich ununterbrochen. Im Cabinet im Quartier 206 wurde noch die von allen angebetete Lederhose von Helmut Lang anprobiert. Jetzt verstehe ich auch den Grund, warum gern behauptet wird: die oder keine! Tragekomfort: Jogginghosen-Like, Figur: 1a! Aufgrund des Preises jedoch schweren Herzens erst mal im Laden zurückgelassen – aber wann findet man schon mal die perfekte Lederhose? Genau.Fashion_Week_Review_19 Neu entdeckt: ‚What Do you fancy love‚ am Kudamm. Lage doof, kann man aber durchaus mit einem Besuch bei & Other Stories verbinden. Entlohnt wird man mit sehr leckeren Guacamole Bagels und dem wohl besten Carrot-Cake der Stadt. Fashion_Week_Review_20 Fashion_Week_Review_21 Fazit: Na, wer ist noch dabei geblieben und mittlerweile beim Fazit angelangt? 10 points und ganz viel Liebe!

Die Tage nach der Modewoche ist es ja immer ziemlich angesagt, auf allen sozialen Netzwerken fleißig hämische Beiträge von gefrusteten Journalisten zu teilen und alle nicken dann stumm und fühlen sich besonders klug, wenn sie auch einen negativen Kommentar abgeben können und dies schnell noch bei Facebook teilen. Witzig dabei ist, dass dies teilweise Leute sind, die ich in der letzten Saison noch auf Modeparties traf und plötzlich ist halt alles doof, wenn man selbst nicht mehr daran teilnimmt. Auch ich habe in meiner Review kritisiert, denn Anlass zu Kritik gibt es, keine Frage. Aber alles per se schlecht zu machen, ist irgendwie traurig und auch nicht richtig.

Fest steht: Klassiker wie Lala Berlin oder Schumacher bleiben immer spannend, jedenfalls für mich. Die Front Row ist teilweise zum Schmunzeln, ja, die RTL Exklusiv ‚Journalisten‘ nerven mit ihren strunzdummen Fragen, ja, aber auch hier gibt es Lichtblicke wie die ersten Reihen bei Lala Berlin und Achtland, die ein anmutiges Flair versprühten. Mehr davon!! Man muss nicht immer alles so ernst nehmen und sich an Dingen aufhängen, die in Berlin vielleicht einfach noch Zeit brauchen, sondern sich die Kirschen rauspicken, zurücklehnen und einfach gutes Design genießen.

//THE END.

Fotos: Mercedes Benz Fashion Week Berlin, Style Shiver

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