Saying goodbye is never easy

Aber was ist, wenn doch? Heute möchte ich euch erzählen, wie ich von der absoluten Klamottenhorterin, eine entspannte ‚Klaro, das kann auch noch weg‘- Einstellung verinnerlicht habe.

Vor Jahren gab es eine Zeit, da war ich mindestens einmal in der Woche zum Shoppen unterwegs, natürlich nur bei den hiesigen Highstreet-Brands. Ich machte Fehlkäufe ohne Ende, die Klamotten hingen zum Teil noch mit Etikett im Schrank und doch wollte ich mich nie davon trennen. Ich dachte daran, sie eines Tages tragen zu wollen und dass dieser Zeitpunkt ganz sicher noch kommen würde. Natürlich totaler Schwachsinn, entweder man trägt die Sachen gleich sofort und voller Verzückung, oder aber sie fristen fortan ein Leben in der hintersten Ecke des Kleiderschrankes.

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Ich kaufte immer mehr und stand morgens doch ratlos vor einer nicht enden wollender Reihe an Kleidungsstücken mit Etikett und dem bohrenden Gefühl, nichts anzuziehen zu haben. Dieses Gefühl hat wahrscheinlich so gut wie jede Frau schon einmal ereilt. Mit dem Alter kam letztendlich die Einsicht. Ich änderte mein Einkaufsverhalten rigoros, besuche bei Zara wurden seltener, dafür investierte ich nun in Stücke, die mir nicht mehr aus dem Kopf gingen und die ich auch Jahre später gerne trug. Natürlich verdiene ich heute ganz anders, als noch vor zehn Jahren, wobei auch zu dieser Zeit der wöchentliche Gang zum Spanier ganz schön ins Portemonnaie schlug.

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Ich habe heute ein ganz anderes Verhältnis zu meiner Kleidung, die Teile, für die ich wirklich lange gesparrt habe, weiß ich auf einer Art auch ganz anders zu schätzen. Dadurch, dass ich nun ausgewählter einkaufte und ziemlich genau weiß, wann und ob ich ein Teil noch trage, fällt mir das Trennen auch um einiges leichter.

Ich bewahre so manche Trendteile, wie Flared Jeans oder Batik in der Tat auf, denn was einem jetzt gerade nicht gefällt, könnte eines Tages wieder zum absoluten Trendteil avancieren. Bei anderen Kleidungsstücken weiß ich mittlerweile jedoch ganz genau, ob sie noch trage oder nicht. Und wenn das Gefühl ’nein‘ sagt, dann weg damit.

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Und dann kommt noch etwas anderes hinzu, ich möchte Platz für Neues schaffen, für neue ‚Investitionen‘, die mich lange happy machen und dafür muss man eben einfach ausmisten.

Da ich letzte Woche beim Vintage-Shopping bei eBay ordentlich zugeschlagen habe, musste ich mich jetzt auch wieder von etwas trennen. Und wo könnte man dies besser machen, als an dem Ort, an dem man auch all die hübschen neuen Teile gefunden hat. Veronika Heilbrunner erklärte dazu einmal, dass für jedes Kleidungsstück, was neu bei ihr einziehe, sie sich auch immer von einem Stück verabschieden würde. Das habe ich seitdem fest im Kopf, denn eines ist dadurch klar: Fehlkäufe sind so gut wie ausgeschlossen, da jeder neue Kauf wirklich durchdacht wird vorher.

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Wenn man nun jedenfalls auf die Schnelle andere Leute glücklich und sein eigenes Portemonnaie ein wenig schwerer machen möchte, ist eBay die erste Wahl. Easy und unkompliziert kann man hier sogar vom Handy aus, die zu verkaufenden Sachen hochladen. Bild machen, Beschreibung eingeben und fertig! Ich habe gestern fünf Teile aussortiert und diese in ein paar Minuten bei eBay reingestellt. Was will man mehr? Hier geht es übrigens zu meinem Shop und bitte nicht wundern, mein Benutzername von früher war mir einfach zu unangenehm, deswegen bin ich nun mit einem nigelnagelneuen Profil vertreten, ganz im Sinne des Loslassens und Neustarts. Und nun: Happy biding!

5N4A8430In freundlicher Zusammenarbeit mit eBay.de

9 Antworten auf „Saying goodbye is never easy“

  1. Ich finde es auch absolut richtig, dass man sich seine Käufe vorher genau überlegt und Fehlkäufe vermeidet. Wir leben in einer Gesellschaft, in der Klamotten Wegwerfartikel sind. Ich finde das ganz furchtbar – vor allem wenn man sieht, unter welchen Bedingungen Kleidung mittlerweile hergestellt wird. Ein richtiges Bewusstsein und den Teilen mehr Wert beimessen führt auch dazu, dass sich die Bedingungen in der Modebranche ändern. Ich hoffe, viele nehmen sich ein Beispiel dran. Schöner Post.

    Liebst, Bina

  2. Absolut interessanter Artikel! Ich habe jetzt so richtig Lust bekommen, selbst bei mir auszumisten und Platz für neues zu schaffen ;-) Könntest du noch verraten, was das für ein grauer Nagellack ist, den du trägst?

  3. Ausmisten ist so schön! Man fühlt sich danach so befreit und es ist wieder Platz für Neues. Lustig, dass du von der „Ein Teil kommt, ein Teil geht“ Regel sprichst, an die halte ich mich auch schon seit einiger Zeit.

    Als Model habe ich doch ziemlich viel mit Kleidung zu tun (und auch viel davon an :p) und kann deshalb sehr gut beurteilen, was mir steht (nein, auch an einem Model sieht nicht alles gut aus, zumindest meiner Meinung nach) und was nicht und welche Farben und Stoffe ich mag.

    Mode ist dazu da, um Spaß zu machen, das ist das Wichtigste daran!

    xx
    Katharina

    http://www.teastoriesblog.squarespace.com

  4. Kleine Tip: Kleiderkreisel funktioniert weitaus besser als Ebay – selbst bei Designersachen. Hier fällt die Provision weg, was dem Käufer und Verkäufer sehr zu Gute kommt. So ist zumindest meine Erfahrung…

  5. Hallo Juliane,

    zu dem Thema kann ich das Buch „Magic Cleaning“ von Marie Kondo empfehlen. Spannende Ansichten und sehr gute Tipps, an die ich mich so gut es geht auch halte.

    Kannst du noch verraten, woher die schöne Bluse ist, die du im Blogpost anhast?

    LG

  6. Ein sehr wunderbarer Artikel!
    Ich möchte unbedingt auch bei mir ausmisten. 50% meines Kleiderschranks sind Teile die ich mind. 5 Jahre nicht mehr anhatte. Höchste Zeit das sich was ändert! Jedoch möchte ich sie auf garkeinen Fall wegschmeißen. Viele Teile sind dabei, die würde glaube auch keiner über Ebay kaufen. Mir kam die Idee einer Kleiderschrankparty. :-)

    Herzallerliebst,
    Susl von http://www.susannealice.blogspot.de

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