One Day with…Laura Karasek

Laura Karasek ist Mutter zweijähriger Zwillinge, erfolgreiche Rechtsanwältin bei Clifford Chance, Buchautorin (Verspielte Jahre habe ich gerade zum zweiten Mal gelesen und gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern!) und schreibt nebenbei noch eine Kolumne für Stern Online. Alles in allem also eine wahre Power-Frau. Wie Laura das alles an einem Tag schafft? Uns hat sie einen Einblick in ihren Tag gewährt

8 h Meine Zwillinge wecken mich täglich um acht. Ich bin überhaupt kein Morgenmensch. Ich liebe den Abend und kann bis spät in die Nacht wach bleiben, ausgehen oder durcharbeiten. Jede Uhrzeit vor elf ist mir gar nicht lieb und je später der Tag, desto gesprächiger werde ich. Nach dem Aufstehen putzen die Kinder und ich zusammen Zähne, ich ziehe die Kleinen an und mache mich anschließend für den Sport fertig.

9 h Sport hake ich gerne direkt morgens ab, dann habe ich das hinter mir. Ich gehe eine Stunde joggen oder mache zuhause Krafttraining. Danach muss eine eiskalte Dusche sein – macht wach und bringt den Kreislauf in Schwung. Am längsten brauche ich immer für meine Haare, alles andere muss da eher schnell gehen. Ich trage mein Wimpernverlängerungsserum von M2 Lashes auf und benutze mein Bodyoil von Tom Ford. Ansonsten verwende ich gerne Gesichtsprodukte von Vichy, da ich oft zu empfindlicher Haut neige. Was aber nie fehlen darf ist Parfum. Ich bin ein absoluter Geruchsmensch. Schon seit Jahren bin ich Vanitas von Profumum Roma treu. Bei meinem Outfit mag ich es gern sexy und weiblich – aber auch mal easy. Mein Everyday-Look ist ein weißes Oberteil kombiniert mit einer Wildlederleggins. Aber auf jeden Fall immer hohe Schuhe. Damit fühle ich mich einfach femininer.

10 h Jetzt ist Frühstück mit meinen Kindern angesagt. Ich esse morgens gerne jede Form von Ei, egal ob Omelett, Spiegeleier oder pochiert. Manchmal esse ich auch die Schmelzflocken meiner Kinder mit Banane. Ich muss zugeben: Babynahrung schmeckt echt gut, ich mag Brei und Püree total gern.

10.20 h Frankfurt ist zwar eine sehr internationale Stadt, von der Fläche aber recht klein. Ich fahre immer mit dem Fahrrad zur Arbeit und habe das Glück, nur etwa fünf Minuten zu brauchen – zeitlich also genau EIN Lied auf meinem iPod. Momentan höre ich total gerne wieder Coldplay (ich war gerade auf dem Konzert und es war überwältigend)  oder auch Phoenix, aber auch den Soundtrack zu La La Land liebe ich. Da fühlt man sich gleich wie in den 30er Jahren und glaubt, man könne steppen. Bei Clifford Chance fahre ich hoch in mein eigenes Büro. Ich sitze dort im 35. Stock und liebe diese Aussicht, die Helligkeit, aber auch die gute Stimmung bei uns in der Kanzlei. Es ist so eine humorvolle und dennoch arbeitsintensive Atmosphäre. Ich verfasse Schriftsätze, beantworte Emails, checke, ob es neue Verfahren gibt oder schaue, ob ich etwas an das Gericht schreiben muss. Ich habe Telefonkonferenzen und kontrolliere, was es mit Mandanten zu besprechen gibt.

13 h Wenn wenig Zeit bleibt, esse ich mittags am Schreibtisch. Meist gehe ich aber mit Kollegen oder Freunden zum Lunch. So auch heute. Das Büro ist sehr zentral gelegen, wodurch man sich wunderbar in der Innenstadt treffen kann. Ich liebe es auch am Opernplatz in der Sonne zu sitzen. Ich esse zum Mittag gerne Sashimi, Carpaccio vom Rind oder auch mal einen frischen Salat mit Cranberries, Sonnenblumenkernen und Avocado.

14 h Das erste nach der Mittagspause ist ein Kaffee mit Sojamilch. Der ist ein absolutes Muss. Die Arbeit ist ähnlich wie am Vormittag. Manchmal habe ich auch noch eine Gerichtsverhandlung zu der ich meine Robe anziehe. Prozesse sind immer spannend, man will ja gewinnen und überzeugen. Der Beruf macht sehr viel Spaß und ist herausfordernd. Seit ich Mutter bin, arbeite ich aber in Teilzeit und kann am späten Nachmittag nach Hause. Manchmal schreibe ich dann erst noch meine Kolumne im Büro. Es ergeben sich oft beim Lunch so intensive Gespräche, die ich schriftlich festhalten muss, bevor die Idee verfliegt. Nachts fallen mir aber auch oft ganz – vermeintlich – brillante Geschichten ein…

17 h Die Zeit jetzt gehört nur mir und meinen Kindern. Wir spielen zusammen oder gehen an heißen Tagen in das kleine Planschbecken auf unserem Balkon. Ansonsten lieben die beiden es zu baden. Wir gehen Eis essen oder Karussell fahren und in den Park auf den Spielplatz.

18 h Für die Kinder gibt es jetzt Abendbrot und bei schönem Wetter sitzen wir draußen auf dem Balkon und genießen die Abendsonne. Später, wenn mein Mann von der Arbeit kommt, bringen wir die Zwillinge gemeinsam ins Bett.

20 h Sobald die Kinder schlafen, geht unser Abend los. Wir trinken einen Rosé, einen Prosecco oder einen Weinaperitif Lillet mit tiefgefrorenen Beeren.

20.30 h Ich muss ehrlich gestehen, dass ich überhaupt nicht kochen kann. Deswegen bestellen wir etwas oder gehen essen. Unsere Babysitterin passt dann auf die Kleinen auf. Wir haben viele Restaurants bei uns in der Gegend, treffen Freunde, spielen Karten und sind abends oft eingeladen. Mein Mann und ich sind sehr feierwütig – ich war schon die Partyqueen meines Abijahrgangs. Wenn wir aber mal zuhause bleiben, gucken wir total gerne Serien. Wir lieben natürlich Suits, haben früher auch viel How I Met Your Mother und Friends geguckt. Momentan schauen wir gerne die neue Serie This Is Us.

0.30 h Vor ein Uhr bin ich selten im Bett. Ich schminke mich nur schnell ab, lese noch ein paar Artikel oder ein Buch (ich lese immer drei Bücher parallel) oder verdaddel Zeit im Internet (und ärgere mich). Nachts halte ich unheimlich lange aus und brauche nicht viel Schlaf. Wie gesagt: ich bin ein totaler Nachtmensch. Den Preis zahlt man ja erst am nächsten Morgen…

 

Text: Sina Podszka für Style Shiver

3 Antworten auf „One Day with…Laura Karasek“

  1. Klingt ja super easy und ausgeglichen. Schön! Wer ist denn morgens die Stunde für die Kinder während des Sports da? Oder kommen die einfach mit? Frage aus persönlichem Interesse.

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